Personen im Leben von Wilhelm Busch

Wilhelm Busch lebte zurückgezogen, war aber keineswegs allein: Ein festes Netz aus Familie, wenigen engen Freunden und einigen Briefpartnerinnen begleitete ihn ein Leben lang. Die Übersicht unten führt zu den einzelnen Personenseiten, geordnet nach Familie, Freunden und Bekanntschaften.

Familie

Die Eltern und Großeltern in Wiedensahl, der Onkel Georg Kleine, bei dem Wilhelm ab 1841 aufwuchs, seine Geschwister – darunter die Schwester Fanny, die ihm ab 1872 den Haushalt führte –, die Schwägerinnen Alwine und Johanne sowie die drei Nöldeke-Neffen, für die er nach 1878 die Vaterrolle übernahm.

Freunde

Vom Jugendfreund Erich Bachmann aus Ebergötzen über den Malerfreund August Klemme, dem Busch in die Kunst folgte, und die Verleger Kaspar Braun, Moritz Schauenburg und Otto Bassermann bis zum Münchner Künstlerkreis der „Allotria“ mit Franz von Lenbach, Hermann Levi und weiteren.

Bekanntschaften

Frauen, mit denen Busch über Jahre Briefe wechselte – allen voran seine Frankfurter Förderin Johanna Keßler, dazu die niederländische Schriftstellerin Maria Anderson und Anna Richter, der Buschs einziger Heiratsantrag galt.

Häufige Fragen

Hatte Wilhelm Busch Geschwister?

Wilhelm Busch war das älteste von sieben Kindern. Zu seinen Geschwistern gehörten unter anderem Gustav, Otto und Fanny Busch.

Wer war Johanna Keßler für Wilhelm Busch?

Johanna Keßler war eine Frankfurter Förderin, Sammlerin seiner Gemälde und Briefpartnerin. Die Verbindung begann um 1868 und wurde nach einer längeren Unterbrechung um 1891 wieder aufgenommen.

Wer war Erich Bachmann?

Erich Bachmann war Wilhelm Buschs Jugendfreund aus Ebergötzen. Busch lernte ihn kennen, als er ab 1841 bei seinem Onkel Georg Kleine lebte.

Wer war Otto Bassermann?

Otto Friedrich Bassermann war einer von Wilhelm Buschs wichtigsten Verlegern. Seit den 1870er Jahren erschienen zahlreiche Werke Buschs in seinem Verlag.

Johann Friedrich Wilhelm Busch (1801–1868) war Kaufmann in Wiedensahl und der Vater von Wilhelm Busch. Er wollte, dass sein ältester Sohn Ingenieur wird.
Henriette Dorothee Charlotte Busch (1803–1870), geborene Kleine, war die Mutter von Wilhelm Busch und führte den Kramladen in Wiedensahl.
Georg Kleine (um 1775–1820) war Militärarzt und der Großvater mütterlicherseits von Wilhelm Busch. Über ihn kam die Familie nach Wiedensahl.
Dorothee Amalie Kleine (1771–1847), geborene Wiederhold, war die Großmutter von Wilhelm Busch. Ihr Kramladen in Wiedensahl wurde zum Geschäft der Familie Busch.
Georg Kleine (1806–1897), Pfarrer in Ebergötzen und Lüthorst und Onkel von Wilhelm Busch. Bei ihm wuchs Wilhelm ab 1841 auf und bekam Privatunterricht.
Fanny Busch (geboren 1834), verheiratete Nöldeke, war die Schwester von Wilhelm Busch. Ab 1872 lebte er in ihrem Haushalt, zuletzt in Mechtshausen.
Gustav Busch (1836–1888), Konservenfabrikant in Wolfenbüttel und Bruder von Wilhelm Busch. Sein Haus war für Wilhelm ein häufiger Rückzugsort.
Alwine Busch (geboren 1840), geborene Knust, war die Frau von Bruder Gustav. In ihrem Wolfenbütteler Haus war Wilhelm Busch jahrzehntelang häufig zu Gast.
Adolf Busch (1838–1909) war Kaufmann in Wiedensahl und ein Bruder von Wilhelm Busch. Über den Erbstreit von 1868 entzweiten sich die beiden.
Johanne Busch (1838–1908), geborene Fuhlhage, war die Frau von Wilhelm Buschs Bruder Adolf. Der Umzug ins Pfarrhaus 1872 belastete das Verhältnis.
Otto Busch (1841–1879), promovierter Philologe und Bruder von Wilhelm Busch. Als Hauslehrer bei der Familie Keßler stellte er den Kontakt nach Frankfurt her.
Hermann Busch (1845–1917), Gymnasiallehrer und jüngster Bruder von Wilhelm Busch. Die beiden reisten oft zusammen an die Nordsee.
Anna Busch (1843–1858), die jüngste Schwester von Wilhelm Busch. Sie starb mit fünfzehn Jahren; ein Gedicht aus „Kritik des Herzens“ wird auf sie bezogen.
Hermann Nöldeke (1805–1878), Pfarrer in Wiedensahl und durch die Heirat mit Fanny Busch der Schwager von Wilhelm Busch. 1872 zog Wilhelm in sein Pfarrhaus.
Hermann Nöldeke (1860–1932), Pfarrer in Hattorf und ältester Neffe von Wilhelm Busch. Er schrieb später die Familienbiografie über seinen Onkel.
Adolf Nöldeke (1865–1919), Altphilologe und mittlerer Neffe von Wilhelm Busch. Er wuchs nach dem Tod seines Vaters unter Buschs Obhut auf.
Otto Nöldeke (1867–1948), Pfarrer in Mechtshausen, jüngster Neffe von Wilhelm Busch und dessen Nachlassverwalter. In sein Pfarrhaus zog Busch 1898.
Grete Fehlow (um 1860–1946) war eine Nichte von Alwine Busch, der Frau von Bruder Gustav, und damit eine angeheiratete Nichte Wilhelm Buschs.
Erich Bachmann (1832–1907), Müller in Ebergötzen und der älteste Freund von Wilhelm Busch. Die beiden lernten sich 1841 als Neunjährige kennen.
August Klemme (1830–1878), Maler aus Hannover. Sein Wechsel zur Malerei zog Wilhelm Busch nach Düsseldorf, Antwerpen und München nach.
Kaspar Braun (1807–1877), Münchner Verleger der „Fliegenden Blätter“. In seinem Verlag Braun & Schneider erschien 1865 „Max und Moritz“.
Moritz Schauenburg (1827–1895), Verleger in Lahr. Er brachte 1870 Wilhelm Buschs „Der heilige Antonius von Padua“ heraus und stand dafür vor Gericht.
Otto Friedrich Bassermann (1839–1916), Verleger und enger Freund von Wilhelm Busch. In seinem Verlag erschienen fast alle Werke Buschs.
Friedrich Warnecke (1837–1894), Heraldiker und Freund von Wilhelm Busch. Busch half ihm über Jahre beim Erfassen und Zeichnen von Wappen.
August Meyer (1836–1895), Kaufmann in Stadthagen und Freund von Wilhelm Busch. Bekannt wurde sein als Medizin vermarkteter Magenbitter „Meyer’s Bitter“.
Franz von Lenbach (1836–1904), gefragter Münchner Porträtmaler und Freund von Wilhelm Busch aus der Künstlergesellschaft „Allotria“.
Friedrich August von Kaulbach (1850–1920), Münchner Porträtmaler und in Wilhelm Buschs letzten Jahren ein enger Freund aus der „Allotria“.
Lorenz Gedon (1844–1883), Münchner Bildhauer und Architekt der Neurenaissance. Als einziger aus dem Münchner Kreis besuchte er Busch 1881 in Wiedensahl.
Paul Lindau (1839–1919), Schriftsteller und Theaterleiter, lernte Wilhelm Busch in der Münchner „Allotria“ kennen und bewunderte ihn.
Hermann Levi (1839–1900), Dirigent und Freund von Wilhelm Busch aus der Münchner „Allotria“. Durch ihn lernte Busch Richard und Cosima Wagner kennen.
Ernst Hanfstaengl (1840–1897), Maler und Fotograf aus der Münchner Familie Hanfstaengl und einer der engsten Freunde von Wilhelm Busch.
Johanna Keßler (1831–1915), Frau eines Frankfurter Bankiers, war Wilhelm Buschs wichtigste Förderin und Sammlerin seiner Gemälde.
Ferdinanda „Nanda“ Keßler (1862–1909), Tochter von Johanna Keßler. Wilhelm Busch beriet sie als junge Zeichnerin und war den Keßler-Kindern eng verbunden.
Anna Richter (1847–1906) lernte Wilhelm Busch 1863 in Wolfenbüttel kennen. Ihr galt der einzige Heiratsantrag seines Lebens; ihr Vater lehnte ihn ab.
Maria Anderson (1842–1917), niederländische Schriftstellerin. 1875 führte sie mit Wilhelm Busch einen offenen Briefwechsel über Philosophie und Religion.
Anna Lindau (1854–1940), geborene Kalisch, war die Frau des Schriftstellers Paul Lindau. Mit Wilhelm Busch stand sie in Briefkontakt.
Marie Rasch (1856–1929) gehörte zu den Münchner Bekanntschaften von Wilhelm Busch. Ein Briefwechsel ist überliefert.
Marie Hesse (1852–1938) lernte Wilhelm Busch 1878 auf Borkum kennen. Der Briefwechsel dauerte über dreißig Jahre; der letzte Brief Buschs ging an sie.
Margarete „Grete“ Meyer (1879–1974), eine junge Verwandte von Wilhelm Busch. Er schrieb ihr in seinen letzten Jahren über hundert Briefe.