Otto Friedrich Bassermann (geboren am 12. März 1839 in Mannheim, gestorben 1916) war Verleger und ein enger Freund Wilhelm Buschs. In seinem Verlag erschienen fast alle Werke Buschs.
Verbindung zu Wilhelm Busch
Bassermann lernte Busch 1857 während seiner Buchhändlerlehre in München im Künstlerverein „Jung München“ kennen. Die Freundschaft hielt bis zum Lebensende. Nachdem Busch mit früheren Verlegern – unter anderem Kaspar Braun und Moritz Schauenburg – unzufrieden war, erschienen seine Bücher ab Anfang der 1870er-Jahre bei Bassermann, der damit seinen größten Verlagserfolg hatte. Anfangs waren die kleinen Auflagen rasch vergriffen; Busch klagte in einem Brief: „Jetzt regnets Brei, und du hast keinen Löffel.“ Bei steigenden Verkaufszahlen wurde Busch misstrauisch und zweifelte an den Abrechnungen, obwohl Bassermann ihm mehrfach entgegenkam und Verträge zu Buschs Gunsten änderte. 1895 löste Bassermann den Vertrag mit einer einmaligen Abfindung von 50.000 Mark ab, was den erbberechtigten Nöldeke-Neffen missfiel.
Zur Person
Otto Friedrich Bassermann war der Sohn des Verlegers Friedrich Daniel Bassermann. Nach Stationen als Buchhandlungsgehilfe übernahm er 1865 die Friedrich Bassermann’sche Verlagsbuchhandlung, verlegte den Sitz zunächst nach Heidelberg und 1878 nach München. Anders als Buschs Neffen bewahrte Bassermann die ihm geschenkten Reinzeichnungen sorgfältig auf und überführte sie später in eine öffentliche Sammlung.
Quellen
- Otto Friedrich Bassermann (Wikipedia): Verlagsgeschichte, Busch als Hauptautor des Hauses.
- Wilhelm Busch (Wikipedia): Wechsel zum Verlag Bassermann, Vertragsablösung 1895.
