Georg Kleine

Georg Kleine (geboren 1806 in Wiedensahl, gestorben 1897 in Lüthorst) war Pfarrer in Ebergötzen und später in Lüthorst. Als Bruder von Wilhelm Buschs Mutter übernahm er ab 1841 die Erziehung des neunjährigen Wilhelm.

Verbindung zu Wilhelm Busch

Im Herbst 1841, kurz nach der Geburt seines jüngsten Bruders, kam Wilhelm Busch zu Onkel und Tante nach Ebergötzen bei Göttingen. Der 35-jährige Pfarrer und seine Frau Fanny, geborene Petri, nahmen ihn in ihre Familie mit fünf eigenen Kindern auf. 1846 zog Wilhelm mit der Familie Kleine nach Lüthorst am Solling, wo Georg Kleine die Pfarrstelle übernahm. 1847 verließ Wilhelm den Haushalt und ging zum Studium nach Hannover.

Sechs Jahre lang unterrichtete der Onkel seinen Neffen weit über den Stoff einer Dorfschule hinaus: Naturwissenschaft, Philosophie und Religion standen ebenso auf dem Plan wie Zeichnen nach der Natur, Verslehre und Bienenkunde. Am Nachmittagsunterricht durfte auch Wilhelms Freund Erich Bachmann, der Sohn des Ebergötzener Müllers, teilnehmen. Kleine unterrichtete und konfirmierte auch Wilhelms Brüder; das Schulgeld des Vaters war für ihn ein wichtiger Zuverdienst. Später dankte Busch dem Onkel dafür, dass er ihn in seiner Neigung zur Kunst bestärkt und ihm auch in erfolglosen Jahren sein Haus offengehalten hatte. In Lüthorst hielt sich Busch noch als Erwachsener wiederholt für längere Zeit auf.

Zur Person

Georg Kleine war der ältere gleichnamige Sohn des Militärarztes Georg Kleine, Wilhelm Buschs Großvater; die beiden sind nicht zu verwechseln. Neben der Seelsorge kümmerte er sich um soziale und pädagogische Fragen seiner Gemeinde. Die Lebensdaten 1806 bis 1897 folgen den Angaben der Museumslandschaft Wilhelm Busch.

Quellen

  • Wilhelm Busch (Wikipedia): Kindheit in Ebergötzen und Lüthorst, Privatunterricht beim Onkel.
  • Hermann Nöldeke: Wilhelm Busch. München 1909 – Erziehung und Unterricht bei Georg Kleine.