Zitate über Wilhelm Busch

Diese Seite sammelt das, was andere über Wilhelm Busch sagten – vom Glückwunsch des Kaisers bis zum Paradox des ersten Bundespräsidenten. Seine eigenen Worte stehen gesammelt unter Die besten Zitate.

… köstliche Schöpfungen voll echten Humors unvergänglich im deutschen Volke leben werden.

Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) – Glückwunschtelegramm zum 70. Geburtstag, 1902; zitiert nach Eva Weissweiler: Wilhelm Busch. Der lachende Pessimist, Köln 2007, S. 340

Wilhelm Busch ist der Klassiker deutschen Humors, und das will in gewissem Sinne auch sagen, des deutschen Ernstes. So verehre ich ihn als eine der köstlichsten Emanationen deutschen Wesens. Er säte weltüberwindendes Lachen über Groß und Klein: Dank ihm! Wie viele Tränen hat er getrocknet! Und er ist ein Weiser.

Gerhart Hauptmann (1862–1946) – Dichter und Dramatiker

Busch ist der eigentliche Erfinder der zeichnerischen Kurzschrift. Ich weiß keinen Vorgänger, dem es gelungen wäre oder der auch nur versucht hätte, in so knappen Strichen das Leben einzufangen, durch einen einfachen Federzug so unerhört gesteigerte Bewegung, so unvergeßliche Typen mitsamt der ihnen zukommenden Umgebung auf einem kleinen Blättchen Papier hervorzuzaubern. Das ist höchste Vollendung des Handwerks, daß kein Tropfen Schweiß an dem fertigen Werk zu kleben scheint.

Thomas Theodor Heine (1867–1948) – Maler, Zeichner und Schriftsteller, Mitbegründer des Simplicissimus

… ich wär auch zu bescheiden über so einen Risenvormat von ein Kerl – über Wilhelm Busch was zu schreiben. Ich kann ihn bloß anbeten.

Olaf Gulbransson (1873–1958) – Maler und Zeichner, arbeitete unter anderem für den Simplicissimus

Neid- und wunschlos schaut ein freier, starker Künstler die Welt. Keine Fußangel der Konventionen, der Vor- und Rücksichten kann den Geflügelten zuschnappend versehren. Lächelnd bejaht er die Welt. Lächelnd baut er sie auf.

Richard von Schaukal (1874–1942) – Dichter; in: Wilhelm Busch, Schuster & Loeffler, Berlin/Leipzig 1904

Buschs Kunst ist Volkskunst im wahrsten, schönsten Sinne, sie ist zu Hause auf der Gasse und in den Stuben, bei Arm und Reich, sie ist lebendig und wirkt und schafft an den Menschen, an der Kultur, am Leben selber, und das tut sie ganz unabhängig von ihrem Verfasser.

Artur Kutscher (1878–1960) – Literatur- und Theaterwissenschaftler

Wilhelm Busch, insbesondere der Schriftsteller Busch, ist einer der größten Meister stilistischer Treffsicherheit. Ich denke – außer vielleicht Lichtenberg – hat es keinen Ebenbürtigen in deutscher Sprache gegeben.

Albert Einstein (1879–1955) – Physiker

Wohl auch sein Leben, gewiß aber das postume Sein dieses Mannes ist ein großartiges Paradox.

Theodor Heuss (1884–1963) – erster deutscher Bundespräsident; in: Die großen Deutschen, Band 5, Propyläen-Verlag, Berlin 1957

O wär ich
der Kästner Erich!
Auch wär ich gern
Christian Morgenstern!
Und hätte ich nur einen Satz
vom Ringelnatz!
Doch nichts davon! – Zu aller Not
hab ich auch nichts von Busch und Roth.
Drum bleib ich, wenn es mir auch schwer ward,
nur der Heinz Erhardt.

Heinz Erhardt (1909–1979) – Komiker und Dichter; in: Das große Heinz Erhardt Buch, Goldmann, München 1970, S. 322