Johann Friedrich Wilhelm Busch

Johann Friedrich Wilhelm Busch (geboren am 12. Januar 1801 in Ilvese, gestorben am 30. Januar 1868 in Wiedensahl) war Kaufmann in Wiedensahl und der Vater von Wilhelm Busch.

Verbindung zu Wilhelm Busch

Als ältester Sohn sollte Wilhelm einen bürgerlichen Beruf ergreifen. Der Vater schickte ihn 1847 an die Polytechnische Schule in Hannover, damit er Ingenieur werde. Dass Wilhelm das Studium 1851 abbrach und an die Kunstakademie nach Düsseldorf wechselte, um Maler zu werden, war für den praktisch denkenden Vater eine Enttäuschung. Der Streit um den Lebensweg zog sich über Jahre. Ein größerer Erfolg des Sohnes war bis zum Tod des Vaters 1868 nicht absehbar; Wilhelm Busch war damals 36 Jahre alt und noch in München.

Auch der Vater schrieb gelegentlich Verse. In seinem Merkbuch stehen Zeilen über den Ehestand, die seinen skeptisch-humoristischen Ton zeigen: „Ehestand – Wehestand. Im Brautstand heißt es nur juchhe! …“ Überliefert sind sie in der Familienbiografik bei Hermann Nöldeke.

Zur Person

Johann Friedrich Wilhelm Busch stammte aus einer Bauernfamilie im Dorf Ilvese und lernte den Kaufmannsberuf im Klosterort Loccum. Als Wanderhändler kam er nach Wiedensahl, wo er Henriette Kleine kennenlernte; die beiden heirateten am 19. Mai 1831. Nach der Heirat übernahm er den Kramladen seiner Schwiegermutter Amalie Kleine und baute ihn zu einem vielseitigen Geschäft aus. Die Erträge legte er in Grundstücken an. Seinen Söhnen ermöglichte er ein Studium; nur Adolf ergriff wie der Vater den Kaufmannsberuf und übernahm später den Laden.

Aus der Ehe mit Henriette gingen sieben Kinder hervor: Wilhelm (1832), Fanny (1834), Gustav (1836), Adolf (1838), Otto (1841), Anna (1843) und Hermann (1845). Von ihnen starb nur Anna früh, mit fünfzehn Jahren.

Quellen

  • Wilhelm Busch (Wikipedia): Elternhaus, Kindheit und Jugend in Wiedensahl, Abbruch des Studiums 1851.
  • Hermann Nöldeke: Wilhelm Busch. München 1909 – Familienüberlieferung zum Elternhaus und zum Merkbuch des Vaters.