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Bücher von Wilhelm Busch

Wilhelm Busch veröffentlichte den größten Teil seiner Bildergeschichten zwischen 1864 und 1884. Danach erschienen nur noch Gedichtbände und drei Prosatexte. Die ersten Bücher brachten Heinrich Richter in Dresden und Braun & Schneider in München heraus; ab 1872 erschien fast alles bei Otto Friedrich Bassermann. Die Tabelle nennt die zu Lebzeiten erschienenen Werke und die wichtigsten Bände aus dem Nachlass; spätere Auflagen und Sammelausgaben sind nicht einzeln aufgeführt.

Jahr Titel Art Anmerkung
1864 „Bilderpossen“ Bilderbuch Vier kurze Bildergeschichten; Buschs erstes eigenes Bilderbuch, das sich zunächst schlecht verkaufte. Verlag Heinrich Richter, Dresden.
1865 „Max und Moritz“ Bildergeschichte „Eine Bubengeschichte in sieben Streichen“. Erschienen bei Kaspar Braun (Braun & Schneider) in München.
1866–1872 „Schnaken und Schnurren“ Sammlung In drei Teilen gesammelte kurze Bildergeschichten, die zuvor in den „Fliegenden Blättern“ und im „Münchener Bilderbogen“ erschienen waren.
1867 „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“ Bildergeschichte Ein zahmer Rabe treibt Unfug und erdrosselt sich zuletzt im Strickgarn.
1869 „Schnurrdiburr oder die Biene“ Bildergeschichte Spielt in einer Imkerei, um den Imker, seine Tochter Christine und den Knecht.
1870 „Der heilige Antonius von Padua“ Bildergeschichte Satire auf die Heiligenverehrung. Der Verleger Moritz Schauenburg wurde 1870 in Offenburg wegen „Verhöhnung der Religion“ angeklagt und im März 1871 freigesprochen; in Österreich blieb das Buch bis 1902 verboten.
1870 „Monsieur Jacques à Paris während der Belagerung im Jahre 1870″ Bildergeschichte Antifranzösische Geschichte aus der Zeit des Deutsch-Französischen Kriegs, zuerst in den „Fliegenden Blättern“.
1872 „Die fromme Helene“ Bildergeschichte Die scheinfromme Helene, die trinkt und in der Brandnacht umkommt. Von hier stammt der Vers „Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“ Verlag Otto Friedrich Bassermann.
1872 „Bilder zur Jobsiade“ Bildergeschichte Bilder zu Carl Arnold Kortums komischem Versepos „Die Jobsiade“.
1872 „Pater Filucius“ Bildergeschichte „Allegorisches Zeitbild“ aus der Zeit des Kulturkampfs, gegen den Jesuitenorden gerichtet. Auf älteren Ausgaben auch „Filuzius“ geschrieben.
1873 „Der Geburtstag oder die Partikularisten“ Bildergeschichte Über welfisch gesinnte Hannoveraner, die heimlich den Geburtstag des abgesetzten Königs feiern.
1874 „Dideldum!“ Sammlung Kurze Bildergeschichten in Versen.
1874 „Kritik des Herzens“ Gedichte Rund 80 kurze, ernstere Verse; von Buschs Publikum, das Bildergeschichten erwartete, mit Befremden aufgenommen.
1875 „Abenteuer eines Junggesellen“ Bildergeschichte Knopp-Trilogie, Teil 1: der Junggeselle Tobias Knopp auf Brautschau.
1876 „Herr und Frau Knopp“ Bildergeschichte Knopp-Trilogie, Teil 2: Knopps Heirat und Eheleben.
1877 „Julchen“ Bildergeschichte Knopp-Trilogie, Teil 3: um die Tochter Julchen.
1878 „Die Haarbeutel“ Bildergeschichte Mehrere Episoden über die Trunksucht bei Menschen und Tieren; „Haarbeutel“ ist ein altes Wort für Rausch.
1879 „Fipps der Affe“ Bildergeschichte Ein Affe wird nach Deutschland gebracht und richtet dort Unheil an.
1880 „Stippstörchen für Äuglein und Öhrchen“ Bilderbuch Bilder und Verse für Kinder.
1881 „Der Fuchs. Die Drachen. Zwei lustige Sachen“ Bilderbuch Zwei kurze Kinder-Bildergeschichten.
1882 „Plisch und Plum“ Bildergeschichte Zwei Hunde und die Buben Paul und Peter.
1883 „Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter“ Bildergeschichte Ein Beamter will Dichter sein und scheitert daran.
1884 „Maler Klecksel“ Bildergeschichte Ein erfolgloser Maler; Buschs letzte große Bildergeschichte.
1891 „Eduards Traum“ Prosa Eduard reist im Traum durch eine grotesk verkleinerte Welt.
1894 „Von mir über mich“ Autobiografie Kurzer Rückblick auf das eigene Leben.
1895 „Der Schmetterling“ Prosa Erzählung, Parodie auf Romantik und Entwicklungsroman.
1904 „Zu guter Letzt“ Gedichte Letzter zu Lebzeiten erschienener Gedichtband.
1908 „Hernach“ Gedichte Aus dem Nachlass. Busch starb am 9. Januar 1908.
1909 „Schein und Sein“ Gedichte Aus dem Nachlass.
1910 „Ut ôler Welt. Volksmärchen, Sagen, Volkslieder und Reime“ Sammlung Niederdeutsche Volksüberlieferung, die Busch gesammelt hatte. Aus dem Nachlass.

Von vielen Titeln gab es später neue oder erweiterte Auflagen. Sammelausgaben wie „Humoristischer Hausschatz“ (ab 1884) oder die „Busch-Bilderbogen“ bündeln bereits veröffentlichte Geschichten und sind keine eigenständigen Werke. Der Sammelband „Der hastige Rausch und andere Bildergeschichten“ erschien 1919 aus dem Nachlass.

Einen Überblick über die einzelnen Bereiche geben die Seiten Gedichte von Wilhelm Busch und Geschichten.

Quellen

Titelbild: Illustration eines Verlagshauses (Jörg Spieler).

Häufige Fragen

Welche Bücher hat Wilhelm Busch geschrieben?

Wilhelm Busch schrieb Bildergeschichten, Gedichte, Prosatexte und autobiografische Schriften. Diese Seite führt die zu Lebzeiten erschienenen Werke sowie wichtige Nachlassausgaben chronologisch auf.

Welches Buch von Wilhelm Busch erschien zuerst?

Buschs erstes eigenes Bilderbuch waren die Bilderpossen von 1864. Max und Moritz erschien ein Jahr später, 1865.

Bei welchem Verlag veröffentlichte Wilhelm Busch?

Frühe Bücher erschienen bei Heinrich Richter in Dresden sowie bei Braun & Schneider in München. Ab 1872 veröffentlichte Busch fast alle Werke bei Otto Friedrich Bassermann.

Welche Bücher erschienen erst nach Wilhelm Buschs Tod?

Hernach (1908), Schein und Sein (1909) und Ut ôler Welt (1910) erschienen aus dem Nachlass. Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908.

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