Otto Busch

Otto Busch (geboren 1841 in Wiedensahl, gestorben 1879 in Frankfurt am Main) war promovierter Philologe und ein Bruder Wilhelm Buschs. Er stellte den Kontakt zur Frankfurter Familie Keßler her.

Verbindung zu Wilhelm Busch

Otto Busch war elf Jahre lang Hauslehrer bei der Bankiersfamilie Keßler in Frankfurt. Über ihn kam Wilhelm Busch in das Haus und lernte Johanna Keßler kennen, die für seine Malerei zur wichtigsten Förderin wurde. Der Anlass für Wilhelms häufige Besuche war weniger der Bruder als die kunstsinnige Hausherrin. Die Zusammenarbeit der Brüder verlief zunehmend schwierig: Otto mochte Wilhelms Veröffentlichungen nicht länger korrigieren, und ein von Wilhelm bei Otto Bassermann vermitteltes Buch Ottos über Schopenhauer wurde ein Misserfolg. 1877 kam es zu einer Verstimmung zwischen Otto, Wilhelm und Johanna Keßler. Als Otto 1879 mit 38 Jahren an Krebs starb, fuhr Wilhelm Busch nicht zum Begräbnis. Otto hinterließ weder Frau noch Kinder.

Zur Person

Otto Busch promovierte als Philologe. Er half Wilhelm bei Korrekturen, etwa an der Bildergeschichte „Der heilige Antonius von Padua“, die 1870 bei Moritz Schauenburg erschien. Sein eigenes Buch „Arthur Schopenhauer – Beitrag zu einer Dogmatik der Religionslosen“ erschien bei Bassermann, hielt aber schon der Kritik des älteren Bruders nicht stand.

Quellen

  • Wilhelm Busch (Wikipedia): Frankfurter Jahre, Familie Keßler, Bruder Otto.
  • Hermann Nöldeke: Wilhelm Busch. München 1909 – Zerwürfnis der Brüder; Lebensdaten nach Angaben der Museumslandschaft Wilhelm Busch.

Häufige Fragen

Wer war Otto Busch?

Otto Busch (1841–1879) war ein Bruder Wilhelm Buschs und promovierter Philologe. Er arbeitete elf Jahre als Hauslehrer bei der Frankfurter Familie Keßler.

Welche Rolle spielte Otto Busch für die Verbindung zu Johanna Keßler?

Über Otto Busch lernte Wilhelm Busch die Familie Keßler und Johanna Keßler kennen. Sie wurde später seine wichtigste Förderin und Sammlerin von Gemälden.

Hat Otto Busch Wilhelm bei seinen Werken unterstützt?

Otto Busch half seinem Bruder bei Korrekturen, unter anderem bei Der heilige Antonius von Padua. Die Zusammenarbeit der Brüder wurde später schwieriger.