Otto Nöldeke

Otto Nöldeke (geboren am 5. Dezember 1867 in Wiedensahl, gestorben am 5. Januar 1948 in Kleefeld bei Hannover) war Pfarrer in Mechtshausen, der jüngste Neffe Wilhelm Buschs und später sein Nachlassverwalter.

Verbindung zu Wilhelm Busch

Otto Nöldeke hatte das entspannteste Verhältnis zu seinem Onkel; die beiden unternahmen mehrere Reisen zusammen. Als seine Mutter Fanny im Alter zu ihm ziehen wollte, nahm er 1898 auch Wilhelm Busch in seine Familie im Pfarrhaus Mechtshausen auf. Busch erlebte dort die Geburt von drei Großneffen; zwei von ihnen, Hans (1899) und Ursula (1904), starben jeweils im ersten Lebensjahr. Bis zu seinem Tod 1908 lebte Busch mitten in dieser Familie.

Schon 1905 hatte Wilhelm Busch ihm das versiegelte Manuskript von „Hernach“ zur Veröffentlichung nach seinem Tod übergeben; es erschien bei Lothar Joachim, dem früheren Geschäftsführer bei Bassermann. Nach Buschs Tod ordnete Otto Nöldeke den Nachlass und gab weitere Texte heraus, darunter unter dem Titel „Schein und Sein“ 75 Gedichte, die Busch nicht für den Druck vorgesehen hatte.

Zur Person

Otto Nöldeke bestand 1887 in Bückeburg das Abitur mit Auszeichnung. Ab 1894 war er Pfarrer in Hunteburg, ab 1898 in Mechtshausen. Er heiratete Else Meyer, eine Enkelin von Pfarrer Georg Kleine und zugleich seine Großcousine; sie ist die Schwester von Grete Meyer, mit der Busch regelmäßig Briefe wechselte. Otto und Else hatten fünf Kinder.

Quellen

  • Wilhelm Busch (Wikipedia): letzte Jahre in Mechtshausen, Nachlass, „Hernach“.
  • Hermann Nöldeke: Wilhelm Busch. München 1909 – Familienleben in Mechtshausen; Lebensdaten nach Angaben der Museumslandschaft Wilhelm Busch.