Übersichtlicher Lebenslauf von Wilhelm Busch

Die Zeitleiste fasst wichtige Stationen aus Wilhelm Buschs Leben und Werk zusammen.

Zeitleiste

  1. 15. April 1832: Geburt in Wiedensahl
  2. April 1838: Einschulung in Wiedensahl
  3. September 1841: Übersiedlung nach Ebergötzen
  4. September 1841: Freundschaft mit Erich Bachmann
  5. Oktober 1841: Erste Zeichenübungen
  6. 11. April 1847: Konfirmation in Lüthorst
  7. September 1847: Beginn des Studiums in Hannover
  8. 9. März 1851: Abbruch des Studiums
  9. Juni 1851: Mit August Klemme nach Düsseldorf
  10. Juni 1851: Aufnahme an der Düsseldorfer Kunstakademie
  11. Mai 1852: Übersiedlung nach Antwerpen
  12. Juni 1852: Begegnung mit den holländischen Meistern
  13. Mai 1853: Erkrankung, Rückkehr nach Wiedensahl
  14. 25. November 1854: Fortsetzung des Malerei-Studiums in München
  15. Juli 1856: Studienaufenthalte in Brannenburg
  16. Juli 1856: Beiträge zur „Kneipzeitung“
  17. 6. Juli 1858: Tod der 15-jährigen Schwester Anna
  18. September 1858: Bekanntschaft mit Kaspar Braun
  19. November 1858: Beginn der Mitarbeit bei den „Fliegenden Blättern“
  20. Oktober 1859: Freundschaft mit Otto Bassermann
  21. Oktober 1859: Arbeit an den „Münchner Bilderbogen“
  22. April 1861: Zusammenarbeit mit Georg Kremplsetzter
  23. Februar 1862: Drei Libretti erscheinen
  24. Oktober 1863: Besuch bei Bruder Gustav in Wolfenbüttel
  25. Mai 1864: „Die Bilderpossen“ erscheinen
  26. Mai 1864: Der Verlag Richter lehnt Max und Moritz ab
  27. Oktober 1865: „Max und Moritz“ wird veröffentlicht
  28. Juni 1867: Erster Besuch in Frankfurt bei Bruder Otto
  29. Mai 1868: Beginn der Freundschaft mit Johanna Kessler
  30. 30. August 1868: Tod des Vaters
  31. September 1868: „Vetter Franz auf dem Esel“ erscheint
  32. März 1869: „Schnurrdiburr oder Die Bienen“ erscheint
  33. 16. Januar 1870: Tod der Mutter
  34. April 1870: Arbeit mit Verleger Moritz Schauenburg
  35. Mai 1870: „Antonius von Padua“ führt zum Prozess
  36. Oktober 1871: Verlagsvertrag mit Otto Bassermann
  37. März 1872: Aufgabe des Frankfurter Wohnsitzes
  38. 25. Mai 1872: „Die Fromme Helene“ erscheint
  39. Juni 1873: Reise zur Weltausstellung nach Wien
  40. Juli 1873: Einführung in den Künstlerverein Allotria
  41. März 1874: Studienreise nach Belgien
  42. April 1874: Veröffentlichung „Dideldum“ und erste Nikotinvergiftung
  43. Oktober 1874: Gedichtband „Kritik des Herzens“
  44. Januar 1875: Beginn des Briefwechsels mit Maria Anderson
  45. November 1875: Knopp-Trilogie: „Abenteuer eines Junggesellen“
  46. Dezember 1876: „Herr und Frau Knopp“ erscheint
  47. April 1877: „Julchen“ erscheint
  48. Dezember 1877: Zerwürfnis mit Johanna Kessler
  49. April 1878: Erste Reise nach Italien
  50. Mai 1878: „Der Haarbeutel“ erscheint
  51. August 1878: Der Schwager Hermann Nöldeke stirbt
  52. Juni 1879: „Fipps der Affe“ wird veröffentlicht
  53. 15. Juni 1879: Tod des Bruders Otto
  54. März 1880: Neuauflage der „Bilderpossen“
  55. Juni 1880: Bekanntschaft mit Hermann Levi
  56. März 1881: Eklat und letzter Aufenthalt in München
  57. Juni 1881: Kinderbuch, zweite Nikotinvergiftung
  58. Juni 1882: „Plisch und Plum“ erscheint
  59. Juni 1883: „Balduin Bählamm“ erscheint
  60. Juni 1884: „Maler Klecksel“ Ende der Bildergeschichten
  61. April 1886: Zweite Italienreise nach Rom
  62. Mai 1886: Erste Busch-Biografie von Eduard Daelen
  63. Oktober 1886: Erste Autobiographie erscheint
  64. 8. Mai 1888: Bruder Gustav stirbt
  65. April 1891: Erster Roman „Eduards Traum“ erscheint
  66. August 1891: Wiederbelebung der Freundschaft mit Johanna Kessler
  67. Mai 1893: Zweite Autobiographie „Von mir über mich“
  68. April 1895: Zweiter Roman „Der Schmetterling“
  69. Oktober 1896: Abfindungsvertrag mit Bassermann
  70. November 1898: Übersiedlung nach Mechtshausen
  71. Mai 1900: Wiederaufnahme volkskundlicher Arbeit
  72. April 1904: Gedichtsammlung „Zu guter Letzt“ erscheint
  73. Juni 1905: Übergabe des Manuskripts „Hernach“
  74. Januar 1907: „An Helene“ als Festausgabe wird publiziert
  75. 9. Januar 1908: Wilhelm Busch stirbt in Mechtshausen
  76. April 1908: Erste Ausstellung Malerischen Werks

Lebenslauf im Überblick

Kindheit und erste Ausbildung (1832–1853)

Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl geboren. Im April 1838 begann er dort seine Schulzeit. Im September 1841 kam er zu seinem Onkel Georg Kleine nach Ebergötzen. Dort schloss er Freundschaft mit Erich Bachmann und begann zu zeichnen. Am 11. April 1847 wurde er in Lüthorst konfirmiert. Im September 1847 begann er sein Studium in Hannover, das er am 9. März 1851 abbrach. Im Juni 1851 folgte er August Klemme nach Düsseldorf und wurde an der Kunstakademie aufgenommen. Im Mai 1852 ging er nach Antwerpen. Nach einer Erkrankung kehrte er im Mai 1853 nach Wiedensahl zurück.

Künstlerische Studien und erste Veröffentlichungen (1854–1862)

Am 25. November 1854 setzte Busch sein Malereistudium in München fort. Im Juli 1856 hielt er sich zu Studien in Brannenburg auf und schrieb Beiträge für eine Kneipzeitung. Am 6. Juli 1858 starb seine fünfzehnjährige Schwester Anna. Im September 1858 lernte er Kaspar Braun kennen; im November begann seine Mitarbeit bei den Fliegenden Blättern. Im Oktober 1859 schloss er Freundschaft mit Otto Bassermann und arbeitete an den Münchner Bilderbogen. Im April 1861 begann die Zusammenarbeit mit Georg Kremplsetzer. Im Februar 1862 erschienen drei Libretti.

Durchbruch und persönliche Verluste (1863–1870)

Im Oktober 1863 besuchte Busch seinen Bruder Gustav in Wolfenbüttel. Im Mai 1864 erschienen die Bilderpossen; der Verlag Richter lehnte Max und Moritz ab, das im Oktober 1865 veröffentlicht wurde. Im Juni 1867 besuchte Busch erstmals seinen Bruder Otto in Frankfurt. Im Mai 1868 begann seine Freundschaft mit Johanna Keßler. Am 30. August 1868 starb sein Vater; im September erschien Vetter Franz auf dem Esel, im März 1869 Schnurrdiburr oder Die Bienen. Am 16. Januar 1870 starb seine Mutter.

Frankfurt, Wien und Belgien (1870–1874)

Ab April 1870 arbeitete Busch mit dem Verleger Moritz Schauenburg. Der heilige Antonius von Padua führte 1870 zu einem Prozess. Im Oktober 1871 schloss Busch einen Verlagsvertrag mit Otto Bassermann. Im März 1872 gab er seinen Frankfurter Wohnsitz auf; am 25. Mai erschien Die fromme Helene. Im Juni 1873 reiste er zur Weltausstellung nach Wien und wurde im Juli in den Künstlerverein Allotria eingeführt. Im März 1874 unternahm er eine Studienreise nach Belgien. Im April veröffentlichte er Dideldum und erlitt seine erste Nikotinvergiftung; im Oktober erschien Kritik des Herzens.

Persönliche Beziehungen und weitere Werke (1875–1880)

Im Januar 1875 begann der Briefwechsel mit Maria Anderson. Es folgten die drei Teile der Knopp-Trilogie: Abenteuer eines Junggesellen (1875), Herr und Frau Knopp (1876) und Julchen (1877). Im Dezember 1877 zerstritt sich Busch mit Johanna Keßler. Im April 1878 reiste er erstmals nach Italien; im Mai erschien Der Haarbeutel. Im August starb sein Schwager Hermann Nöldeke. Am 15. Juni 1879 starb Buschs Bruder Otto, im selben Monat erschien Fipps der Affe. Im März 1880 kam eine Neuauflage der Bilderpossen heraus.

Letzte Bildergeschichten und autobiografische Texte (1880–1886)

Im Juni 1880 lernte Busch Hermann Levi kennen. Im März 1881 kam es zu einem Eklat und zu seinem letzten Aufenthalt in München. Im Juni veröffentlichte er ein Kinderbuch und erlitt eine zweite Nikotinvergiftung. Es folgten Plisch und Plum (1882), Balduin Bählamm (1883) und Maler Klecksel (1884), seine letzte Bildergeschichte. Im April 1886 reiste Busch ein zweites Mal nach Rom. Im Mai erschien Eduard Daelens erste Busch-Biografie; im Oktober veröffentlichte Busch den ersten Teil von Was mich betrifft.

Späte Jahre und literarische Arbeiten (1888–1907)

Am 8. Mai 1888 starb Buschs Bruder Gustav. Im April 1891 erschien Eduards Traum; im August wurde die Freundschaft mit Johanna Keßler wieder aufgenommen. Im Mai 1893 veröffentlichte Busch die Fassung Von mir über mich. Im April 1895 erschien Der Schmetterling. Im Oktober 1896 schloss Busch einen Abfindungsvertrag mit Bassermann. Im November 1898 zog er nach Mechtshausen. Im Mai 1900 nahm er die volkskundliche Arbeit wieder auf. Im April 1904 erschien Zu guter Letzt, im Juni 1905 übergab er das Manuskript Hernach. Im Januar 1907 wurde An Helene als Festausgabe veröffentlicht.

Letztes Jahr (1908)

Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen. Im April 1908 wurde sein malerisches Werk erstmals ausgestellt.

Bild: Rekonstruktion nach historischem Foto (Jörg Spieler)

Quellen

Stand der Überprüfung: 4. September 2026.

Häufige Fragen

Wann wurde Wilhelm Busch geboren und wann starb er?

Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl geboren. Er starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen.

Wann entstand Max und Moritz?

Wilhelm Busch zeichnete Max und Moritz 1863 und schloss den Text 1864 ab. Veröffentlicht wurde die Bildergeschichte im Oktober 1865.

Wann lebte Wilhelm Busch in Hannover?

Von September 1847 bis März 1851 studierte Busch Maschinenbau an der Polytechnischen Schule in Hannover. Danach wechselte er zur Kunst.

Wann zog Wilhelm Busch nach Mechtshausen?

Wilhelm Busch zog im November 1898 nach Mechtshausen. Dort verbrachte er seine letzten Lebensjahre und starb 1908.