„Kritik des Herzens“ ist die erste Gedichtsammlung von Wilhelm Busch. Sie erschien 1874 bei Friedrich Bassermann in Heidelberg. Der Titel ist Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ nachgebildet.
Nach dem Erfolg seiner Bildergeschichten wollte Busch mit dem Band zeigen, dass er auch ernste Verse schreiben konnte. Bei Publikum und Kritik kam die Sammlung zunächst schlecht an; größere Verbreitung fanden seine Gedichtbände erst nach seinem Tod 1908, als die Neffen das Gesamtwerk bekannt machten.
Der Zyklus besteht aus rund achtzig kurzen, ungetitelten Gedichten, die sich am ersten Vers erkennen lassen. Auf wilhelm-busch.de sind sie auf 19 Abschnitte verteilt; die Kachelübersicht unten führt zu allen.
Häufige Fragen
Wann erschien „Kritik des Herzens“?
1874, bei Friedrich Bassermann in Heidelberg. Es war Wilhelm Buschs erste Gedichtsammlung; die zweite, „Zu guter Letzt“, folgte erst 1904.
Woher kommt der Titel?
Busch bildete ihn nach dem Titel von Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“.
Welche Gedichte sind besonders bekannt?
Zu den bekanntesten zählen „Die Selbstkritik hat viel für sich“, „Es sitzt ein Vogel auf dem Leim“ und „Ein dicker Sack“.
Quelle
Wilhelm Busch: Kritik des Herzens. Bassermann, Heidelberg 1874. Einzeltexte nach der Historisch-kritischen Gesamtausgabe (Band 2), zitiert über Wikisource.
