Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch erschien 1865. In Paarreimen und Bildern erzählt sie von zwei Buben, die sieben Streiche gegen Menschen und Tiere im Dorf verüben. Beim letzten Streich werden sie selbst in einer Mühle geschrotet. Diese Seite fasst die Handlung streichweise zusammen; die vollständigen Verse und Bilder stehen auf den Einzelseiten der sieben Streiche.
Vorwort
Das Vorwort stellt Max und Moritz als abschreckendes Beispiel für böse Kinder vor und kündigt an, dass die Geschichte schlimm für sie endet.
Erster Streich: Witwe Bolte
Im ersten Streich binden Max und Moritz Brotstücke über Kreuz an Fäden und legen sie im Hof der Witwe Bolte aus. Ihre drei Hühner und der Hahn verschlucken je ein Stück, verheddern sich an einem Ast des Apfelbaums und kommen um. Witwe Bolte findet die toten Tiere und schneidet sie vom Baum.
Zweiter Streich: Die gebratenen Hühner
Im zweiten Streich will Witwe Bolte die toten Hühner braten. Während sie im Keller Sauerkohl holt, angeln Max und Moritz die Braten durch den Schornstein aus der Pfanne. Witwe Bolte verdächtigt ihren Hund Spitz und schlägt ihn, während die beiden Buben ihre Beute hinter der Hecke verzehren.
Dritter Streich: Schneider Böck
Im dritten Streich sägen Max und Moritz den Steg vor dem Haus des Schneiders Böck an. Sie reizen ihn mit Rufen nach draußen; er läuft über den Steg, dieser bricht, und Böck fällt in den Bach. Ein Gänsepaar zieht ihn heraus. Zu Hause kuriert ihn seine Frau mit einem heißen Bügeleisen.
Vierter Streich: Lehrer Lämpel
Im vierten Streich füllen Max und Moritz Schießpulver in die Pfeife von Lehrer Lämpel, während er in der Kirche Orgel spielt. Als Lämpel zu Hause die Pfeife anzündet, explodiert sie. Er überlebt, ist aber rußgeschwärzt und versengt; die Verletzungen heilen mit der Zeit.
Fünfter Streich: Onkel Fritz
Im fünften Streich sammeln Max und Moritz Maikäfer und schütten sie Onkel Fritz ins Bett. Nachts krabbeln die Käfer über ihn, bis er aufspringt und sie im Nachthemd totschlägt. Danach legt er sich wieder hin.
Sechster Streich: Beim Bäcker
Im sechsten Streich steigen Max und Moritz durch den Schornstein in das verschlossene Backhaus. Sie fallen ins Mehl und dann in den Teig. Der Bäcker formt aus den Teigklumpen zwei Brote und bäckt sie – doch die beiden nagen sich wieder heraus und laufen davon.
Letzter Streich: Bauer und Müller
Im letzten Streich schneiden Max und Moritz Löcher in die Getreidesäcke von Bauer Mecke. Er ertappt die beiden im Korn, steckt sie in seinen Sack und bringt sie zum Müller. Die Mühle schrotet Max und Moritz; das Federvieh des Müllers frisst die Reste.
Der Schluss
Nach dem letzten Streich ist im Dorf niemand traurig. Die früheren Opfer – Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lämpel, der Zuckerbäcker und Onkel Fritz – kommentieren das Ende jeweils mit einem kurzen Spruch, nur der Bauer bleibt gleichgültig. Der Schlusschor lautet: „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei / Mit der Übeltäterei!!“ Den vollständigen Schluss enthält die Seite zum letzten Streich.
Quelle
Wilhelm Busch: Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen. Braun & Schneider, München 1865. Verstext der Einzelstreiche nach Wilhelm Busch: Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, Band 1 (wiedergegeben bei Wikisource).

