Das Vorwort zu Wilhelm Buschs Max und Moritz von 1865 stellt die beiden Buben vor und kündigt ihre sieben Streiche an. Es endet mit dem Hinweis, dass die Sache für Max und Moritz schlimm ausgeht.
Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen.
Max und Moritz machten beide,
Als sie lebten, keinem Freude:
Bildlich siehst du jetzt die Possen,
Die in Wirklichkeit verdrossen,
Mit behaglichem Gekicher,
Weil du selbst vor ihnen sicher.
Aber das bedenke stets:
Wie man’s treibt, mein Kind, so geht’s.
Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;

Die, anstatt durch weise Lehren
Sich zum Guten zu bekehren,
Oftmals noch darüber lachten
Und sich heimlich lustig machten. –
– Ja, zur Übeltätigkeit,
Ja, dazu ist man bereit! –
– Menschen necken, Tiere quälen,
Äpfel, Birnen, Zwetschen stehlen – –
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als in Kirche oder Schule
Festzusitzen auf dem Stuhle. –
– Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich, auf das Ende sehe!! –
– Ach, das war ein schlimmes Ding,
Wie es Max und Moritz ging.
– Drum ist hier, was sie getrieben,
Abgemalt und aufgeschrieben.
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Worum es geht
Der Erzähler beklagt zunächst, wie viel man von bösen Kindern höre und lese, und nennt Max und Moritz als Beispiel: zwei Buben, die sich nicht bessern lassen, sondern Menschen necken, Tiere quälen und Obst stehlen. Er kündigt an, dass es schlimm mit ihnen endet, und dass die folgenden Bilder und Verse zeigen, was sie getrieben haben.
Quelle
Wilhelm Busch: Max und Moritz. Eine Bubengeschichte in sieben Streichen. Braun & Schneider, München 1865. Verstext nach Wilhelm Busch: Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, Band 1 (wiedergegeben bei Wikisource).



