Wilhelm Busch und die Neuerfindung des Froschkönigs – Wie ein Künstler die Märchenwelt prägte

Die Sonderausstellung „Wasserneck und Menschenfresser“ im Wilhelm Busch Geburtshaus in Wiedensahl geht unter anderem der Frage nach, woher das heute geläufige Motiv des erlösenden Froschkusses stammt.

Grimm’sche Fassung und Buschs Bearbeitung

In der Erstausgabe der Brüder Grimm von 1812 endet „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich“ (KHM 1) damit, dass die Prinzessin den Frosch angewidert gegen die Wand wirft – erst dieser Wurf löst die Verwandlung aus, nicht ein Kuss. Laut Museum findet sich der heute bekannte Kuss erst in einer späteren, humorvollen Bearbeitung Wilhelm Buschs.

Die Ausstellung ordnet ein, wie Buschs bildstarke, humorvolle Fassungen von Märchenmotiven neben den Grimmschen Texten zu eigenständigen, bis heute nachwirkenden Bildern wurden.

Quelle

Wilhelm Busch Land Wiedensahl.