Kaspar Braun (geboren am 13. August 1807 in Aschaffenburg, gestorben am 29. Oktober 1877 in München) war Zeichner, Holzschneider und Verleger. In seinem Verlag Braun & Schneider erschien 1865 „Max und Moritz“.
Verbindung zu Wilhelm Busch
Braun holte den jungen Busch in die Münchner Illustratorenszene. Ab 1859 zeichnete Busch für Brauns Wochenschrift „Fliegende Blätter“ und für die „Münchener Bilderbogen“; hier erschienen viele seiner frühen Bildergeschichten. 1865 nahm Braun „Max und Moritz“ an. Busch hatte die Geschichte für die „Fliegenden Blätter“ gedacht; Braun brachte sie als eigenes Kinderbuch bei Braun & Schneider heraus. Busch erhielt dafür einmalig 1000 Gulden, etwa zwei Jahresgehälter eines Handwerkers. Im August 1865 übertrug Busch die Geschichte in München auf die Druckstöcke, im Oktober 1865 erschien sie in einer ersten Auflage von 4000 Exemplaren. Für den Verlag wurde es ein großer Erfolg.
Zur Person
Kaspar Braun gründete 1843 mit Friedrich Schneider den Verlag Braun & Schneider und gab ab 1845 die „Fliegenden Blätter“ heraus, eine humoristisch-satirische Wochenschrift, die bis 1944 bestand. Von ihm stammt auch die Darstellung des „Münchner Kindl“ als Figur, die aus dem Wappenschild tritt.
Quellen
- Kaspar Braun (Wikipedia): Verlag Braun & Schneider, „Fliegende Blätter“.
- Max und Moritz (Wikipedia): Annahme durch Braun 1865, Honorar von 1000 Gulden, Erstauflage im Oktober 1865.
