Hannover und Wilhelm Busch

Wilhelm Busch hatte eine prägende Zeit in Hannover, wo er von 1847 bis 1851 Maschinenbau an der Polytechnischen Schule studierte, der heutigen Leibniz Universität Hannover. Diese Ausbildung wurde durch den Wunsch seines Vaters initiiert, der sich eine Karriere seines Sohnes in der Technik vorstellte. Trotz seiner Anfangserfolge in diesem Bereich entschied sich Busch jedoch bald, seiner künstlerischen Neigung zu folgen.

Während seiner Zeit in Hannover entwickelte Busch nicht nur seine technischen Fähigkeiten, sondern knüpfte auch Kontakte im kulturellen und künstlerischen Milieu der Stadt. Er kam mit verschiedenen Künstlern und Intellektuellen in Kontakt, was seine künstlerische Entwicklung beeinflusste. Insbesondere die künstlerische Szene in Hannover zu dieser Zeit, die geprägt war von der Romantik und der aufkommenden Realismusbewegung, mag ihn inspiriert haben.

Nachdem er das Maschinenbaustudium abgebrochen hatte, wechselte Busch 1851 zur Kunstakademie in Düsseldorf und später nach Antwerpen, um Malerei zu studieren. Dennoch blieb Hannover ein wichtiger Bezugspunkt in seinem Leben. Er kehrte später nach Hannover zurück und etablierte sich als satirischer Zeichner und Autor humoristischer Werke, die ihn zu einem bedeutenden Vertreter der deutschen Literatur und Karikatur machten.

Die Stadt Hannover selbst hat Busch in seiner Autobiografie und in verschiedenen Briefen als prägenden Einfluss beschrieben. Sein früher Aufenthalt dort als Student und die späteren Besuche haben seine Weltsicht und seinen künstlerischen Stil beeinflusst. Hannover bleibt somit nicht nur ein geografischer Ort in der Lebensgeschichte von Wilhelm Busch, sondern auch ein Ort kultureller und persönlicher Bedeutung für sein Werk und seine Entwicklung als Künstler.

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