Hannover ist ein Ort von Wilhelm Buschs Ausbildung: Von September 1847 bis März 1851 studierte er hier Maschinenbau, bevor er zur Kunst wechselte. Die Stadt gehört damit vor allem zu seinen frühen Jahren.
Was hier geschah
Im September 1847 schrieb sich der fünfzehnjährige Busch auf Wunsch seines Vaters an der Polytechnischen Schule in Hannover ein, der Vorläuferin der heutigen Leibniz Universität. Dreieinhalb Jahre lang belegte er dort technische Fächer. Neben dem Studium zeichnete er immer mehr und nahm Zeichenunterricht. Hier lernte er auch den Maler August Klemme kennen, der von der Technik zur Kunst wechselte und Busch dazu brachte, es ihm gleichzutun. Am 9. März 1851 brach er das Maschinenbaustudium ab und ging an die Kunstakademie Düsseldorf, 1852 weiter nach Antwerpen und 1854 nach München.
In seiner autobiografischen Schrift Was mich betrifft streift Busch die Hannoveraner Jahre nur kurz. Die eigentliche Entscheidung dieser Zeit war für ihn der Wechsel von der Technik zur Kunst. Als die Revolution von 1848 Hannover erreichte, gehörte der sechzehnjährige Busch zum Corps der Polytechniker in der Bürgerwehr.
Heute
Mit Wilhelm Busch verbindet Hannover heute vor allem das Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst im Georgengarten, das den größten Teil seines Werks bewahrt. Es geht auf die Wilhelm-Busch-Gesellschaft zurück, die 1937 in Hannover das erste Busch-Museum eröffnete.
Quellen
- Wilhelm Busch: Was mich betrifft. Autobiografische Aufzeichnungen (1886 und 1893).
- Leibniz Universität Hannover – Chronik der Polytechnischen Schule.
- Deutsche Biographie: Wilhelm Busch: Studium 1847–1851 und Wechsel zur Malerei.


