Göttingen und Wilhelm Busch

Wilhelm Busch verbrachte eine prägende Zeit in Göttingen und Umgebung während seiner Jugendjahre. Von 1841 bis 1847 lebte er bei seinem Onkel mütterlicherseits, Pastor Georg Kleine, der zuerst in Ebergötzen bei Göttingen und später in Lüthorst am Solling tätig war. Während dieser Zeit erhielt Busch Privatunterricht von seinem Onkel, der ihn in verschiedenen Fächern unterrichtete und förderte.

Göttingen war zu dieser Zeit ein bedeutendes geistiges Zentrum in Deutschland. Die Georg-August-Universität Göttingen, gegründet 1734, hatte einen exzellenten Ruf und war bekannt für ihre Gelehrten und ihre Bibliothek. Persönlichkeiten wie die Brüder Grimm, die Märchen sammelten und bearbeiteten, sowie Carl Friedrich Gauß, einer der bedeutendsten Mathematiker seiner Zeit, prägten das intellektuelle Klima der Stadt.

Für Wilhelm Busch war diese Zeit in Göttingen sicherlich eine Phase der intellektuellen und kulturellen Anregung. Obwohl er später seine berufliche Laufbahn mehr der Kunst und der literarischen Satire widmete, könnten die Eindrücke aus Göttingen und die Begegnung mit den dortigen Gelehrten und Künstlern seine künstlerische Sensibilität und seinen Humor beeinflusst haben.

Göttingen und seine Umgebung boten Busch nicht nur eine fundierte Bildung durch seinen Onkel, sondern auch Zugang zu einem geistigen Umfeld, das ihn später in seinem Werk als Schriftsteller und Zeichner prägte.

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