In Ebergötzen verbrachte Wilhelm Busch von 1841 an einen Teil seiner Jugend – bei seinem Onkel, dem Pfarrer Georg Kleine. Hier schloss er Freundschaft mit Erich Bachmann, dem Sohn des Müllers. Die Wassermühle der Familie Bachmann ist heute die Wilhelm-Busch-Mühle, ein Museum.
Wilhelm Busch in Ebergötzen
1841 gaben Buschs Eltern den Neunjährigen zu seinem kinderlosen Onkel Georg Kleine, der in Ebergötzen Pfarrer war. Kleine unterrichtete den Jungen privat und förderte auch sein Zeichnen. In Ebergötzen entstand die lebenslange Freundschaft zu Erich Bachmann; die beiden verbrachten viel Zeit an der Mühle von Bachmanns Vater. Kleine war zudem Bienenzüchter und veröffentlichte zur Imkerei – ein belegter biografischer Hintergrund für Buschs spätere Beschäftigung mit Bienen.
Die Kindheitserlebnisse in Ebergötzen gelten als eine Anregung für Buschs spätere Bildergeschichten, auch für Max und Moritz. Diese Zuschreibung ist verbreitet, lässt sich aber nicht eindeutig belegen.
Die Wilhelm-Busch-Mühle heute
Die restaurierte Wassermühle an der Mühlengasse wird als Museum betrieben und zeigt die Mühlentechnik ebenso wie die Freundschaft von Busch und Bachmann. Im selben Gebäude befindet sich das Europäische Brotmuseum.
Besuch

© OpenStreetMap-Mitwirkende
Wilhelm-Busch-Mühle
Mühlengasse 8
37136 Ebergötzen
Öffnungszeiten und Führungen: siehe die Website der Mühle.
Lage und Anfahrt: auf OpenStreetMap ansehen.
Quellen
- Wilhelm Busch (Wikipedia): Jugendjahre bei Onkel Georg Kleine in Ebergötzen, Freundschaft mit Erich Bachmann.
- wilhelm-busch-muehle.de: Museum in der Wassermühle, Europäisches Brotmuseum.
- Niedersächsische Personen: Georg Kleine: Pfarrer, Bienenzüchter und Lehrer Wilhelm Buschs.

