„Zauberschwestern“ ist ein Gedicht aus Wilhelm Buschs Sammlung „Zu guter Letzt“ (1904).
Zwiefach sind die Phantasien,
Sind ein Zauberschwesternpaar,
Sie erscheinen, singen, fliehen
Wesenlos und wunderbar.
Eine ist die himmelblaue,
Die uns froh entgegenlacht,
Doch die andre ist die graue,
Welche angst und bange macht.
Jene singt von lauter Rosen,
Singt von Liebe und Genuß;
Diese stürzt den Hoffnungslosen
Von der Brücke in den Fluß.
Zum Gedicht
Busch stellt der beglückenden Einbildungskraft eine zerstörerische gegenüber: Die „himmelblaue“ Schwester singt von Liebe und Genuss, die „graue“ stürzt den Hoffnungslosen von der Brücke in den Fluss.
Weitere Gedichte aus „Zu guter Letzt“
Quelle
Wilhelm Busch: Zu guter Letzt. Bassermann, München 1904. Text nach Wikisource (Historisch-kritische Gesamtausgabe, Band 4).