„Ungenügend“ ist ein Spruchgedicht aus Wilhelm Buschs Sammlung „Zu guter Letzt“ (1904).
Sei es freundlich, sei es böse,
Meist genügend klar und scharf
Klingt des Mundes Wortgetöse
Für den täglichen Bedarf.
Doch die Höchstgefühle heischen
Ihren ganz besondern Klang;
Dann sagt grunzen oder kreischen
Mehr als Rede und Gesang.
Zum Gedicht
Für den täglichen Bedarf genügt die Sprache; die stärksten Gefühle aber sagten „Grunzen oder Kreischen“ besser als „Rede und Gesang“.
Weitere Gedichte aus „Zu guter Letzt“
Quelle
Wilhelm Busch: Zu guter Letzt. Bassermann, München 1904. Text nach Wikisource (Historisch-kritische Gesamtausgabe, Band 4).