Woher, wohin?

Woher, wohin?

Wo sich Ewigkeiten dehnen,
hören die Gedanken auf,
nur der Herzen frommes Sehnen
ahnt, was ohne Zeitenlauf.

Wo wir waren, wo wir bleiben,
sagt kein kluges Menschenwort;
doch die Grübelgeister schreiben;
Bist du weg, so bleibe fort.

Laß dich nicht aufs neu gelüsten.
was geschah, es wird geschehn.
Ewig an des Lebens Küsten
wirst du scheiternd untergehn.

Herkunft

Das Gedicht „Woher, wohin?“ stammt aus Wilhelm Buschs Gedichtsammlung Schein und Sein (1909).

Weitere Zitate von Wilhelm Busch

Quelle

Wilhelm Busch: Sämtliche Werke, hrsg. von Friedrich Bohne (Historisch-kritische Gesamtausgabe), Wiesbaden/Berlin 1960. Schein und Sein, „Woher, wohin?“. Volltext bei Projekt Gutenberg-DE.