Spiegelbild – Ungerer

Zahme Viecher & wilde Bestien: Tiere im Fokus der Karikatur

10.02.2018 - 21.05.2018

Laufzeit: ab 10. Februar 2018 · Ort: Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover

Worum es ging

Über 220 Zeichnungen und Grafiken zeigten das Tier im Spiegel der Karikatur – von Wilhelm Busch über Honoré Daumier, Saul Steinberg und Tomi Ungerer bis zu Rudi Hurzlmeier. Die Auswahl spiegelte das ambivalente Verhältnis von Mensch und Tier: Zuneigung und Macht ebenso wie den Blick in den Spiegel – etwa in Ronald Searles „The Square Egg“ (1966), wo eine Vogelschar argwöhnisch den Artgenossen mit dem eckigen Ei beäugt.

In der politischen Karikatur dienen Tiere seit jeher als Sinnbilder für Nationen oder als Mittel, das Handeln der Mächtigen zu entlarven – etwa bei Erich Sokol, der Charles de Gaulle 1967 als bulligen, unbeweglichen Elefanten zeichnete, dem der britische Premier Harold Wilson vergeblich den EWG-Beitritt abzuringen versuchte. Zu den ausgestellten Werken zählte auch Günter Kunerts stilisierte, rot-weiß gestreifte Katze „Für Marianne“ (1971), das Titelmotiv der Ausstellung.

Motto der Schau war ein Wort Arthur Schopenhauers: „Dass uns der Anblick der Tiere so sehr ergötzt, beruht hauptsächlich darauf, dass es uns freut, unser eigenes Wesen so sehr vereinfacht vor uns zu sehen.“

Quelle

Pressemitteilung des Museums Wilhelm Busch.