Fuessli Alp-Lager-Zwei-Frauen, Kunsthaus Zurich 2

Füsslis Nachtmahr. Vom Sublimen zum Lächerlichen

22.07.2017 - 15.10.2017

Laufzeit: 2017 · Ort: Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover · Kuratiert von: Prof. Dr. Werner Busch, Dr. Petra Maisak, in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift – Frankfurter Goethe-Museum

Worum es ging

Das Gemälde Der Nachtmahr des schweizerisch-britischen Malers Johann Heinrich Füssli (1741–1825) gilt als Ikone der europäischen Kunstgeschichte. Im Zentrum der Ausstellung stand die zweite, 1790/91 entstandene Fassung aus dem Bestand des Frankfurter Goethe-Museums. Rund 100 Exponate – Gemälde, Handzeichnungen, Druckgrafik, Bücher und Filmausschnitte vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, darunter zahlreiche Karikaturen aus dem eigenen Bestand – zeichneten die Wirkungsgeschichte des Bildes nach.

Schon 1782, bei der ersten Fassung in der Londoner Royal Academy, hatte das Motiv für Aufsehen gesorgt; bis etwa 1820 griffen rund 100 überwiegend politische Karikaturen es auf. Die Ausstellung stellte dem Nachtmahr zwei weitere Gemälde Füsslis zur Seite, Die wahnsinnige Kate und Der Tod der Cordelia, sowie Karikaturen unter anderem von Thomas Rowlandson. Auch Horst Janssens Radierfolge Alp und Filmausschnitte – von Murnaus Nosferatu bis zu Akiz’ Nachtmahr (2015) – zeigten die bis heute ungebrochene Wirkung des Motivs.

Leihgaben kamen unter anderem vom Londoner Galeristen Andrew Edmunds und vom Kunsthaus Zürich. Der Katalog (248 Seiten, Michael Imhof Verlag, gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung) enthält Essays von Werner Busch und Petra Maisak.

Quelle

Pressemitteilung des Museums Wilhelm Busch.