Die drei Räuber

Wilhelm-Busch-Zeichnung „Die drei Räuber“ zurück im Kupferstichkabinett

Die Kohlezeichnung Die drei Räuber von Wilhelm Busch, seit 1945 als Kriegsverlust verschollen, ist im Sommer 2025 in das Berliner Kupferstichkabinett zurückgekehrt. Das Blatt entstand 1868 und gehört zu der elfteiligen Bilderfolge, die Busch für die Geschichte Die kühne Müllerstochter zeichnete.

Herkunft und Rückkehr

1909 hatte das Kupferstichkabinett die Zeichnung direkt aus dem Nachlass des Künstlers erworben. 1945 wurde sie mit anderen Beständen ausgelagert und ging verloren. Im Frühjahr 2025 tauchte sie im Schweizer Kunsthandel auf: Bei einer Auktion in Zürich erkannte Franz-Carl Diegelmann vom Auktionshaus Koller, dass das Blatt zum Berliner Bestand gehört. Die Besitzerin erklärte sich daraufhin bereit, die Zeichnung dem Museum zu schenken.

Was die Zeichnung zeigt

Die kühne Müllerstochter erschien 1868 in der Zeitschrift Über Land und Meer. Drei Räuber dringen darin in ein Mühlenhaus ein und werden von der Müllerstochter überlistet; am Ende verlieren nicht die Müllerstochter, sondern die Räuber ihr Leben. Das zurückgekehrte Blatt hält die Szene der drei anschleichenden Räuber fest – zu dem lautmalerischen Reim „Husch, husch! pist, pist!“.

Stimmen

Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts: „Die Rückkehr dieses Werks erfüllt uns mit besonderer Freude. Der lautmalerische Reim und die schleichenden Räuber bringen uns bis heute zum Schmunzeln und Nachdenken.“ – Franz-Carl Diegelmann, Koller Zürich: „Ich freue mich sehr, dass die Zeichnung genau 80 Jahre nach Kriegsende ihren Platz zurückgefunden hat.“

Drei weitere Blätter der Serie gelten weiterhin als verschollen.

Bildnachweis

Wilhelm Busch: Die drei Räuber (aus: Die kühne Müllerstochter), 1868, schwarze Kreide auf Papier, 14,7 × 13,8 cm. © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Antje Penz.

Quellen

Staatliche Museen zu Berlin / Kupferstichkabinett, Mitteilung 2025..