Wilhelm Busch gilt als einer der wichtigsten Vorläufer des Comics. Seine Bildergeschichten verbinden gezeichnete Szenenfolgen mit knappem, meist gereimtem Text zu einer eigenständigen Erzählform – dasselbe Prinzip, auf dem der moderne Comic aufbaut.
Bildergeschichte und Comic
Die Form geht auf den Genfer Rodolphe Töpffer zurück (siehe Rodolphe Töpffer – Wegbereiter des Comics). Busch verdichtete sie: In Max und Moritz (1865) tragen Bild und Vers die Handlung gemeinsam, die Bildfolge ist straff, jede Episode läuft auf eine Pointe zu. Über die Münchner Fliegenden Blätter und Übersetzungen wirkte Buschs Technik auf den frühen amerikanischen Zeitungscomic; die Katzenjammer Kids von Rudolph Dirks (ab 1897) gehen direkt auf Max und Moritz zurück.
Buschs Geschichten als moderne Comics
Buschs kürzere Bildergeschichten werden bis heute neu adaptiert. Der Band Drei Comics (2015) etwa setzt drei davon – die Mäusejagd des Maulwurfs, den hochmütigen Kater und den Virtuosen am Klavier – als farbige moderne Comics um und zeigt so die Bandbreite von Buschs Erzählen neben den bekannten Bildergeschichten.
Weiterlesen
Comics und Graphic Novels bei Wilhelm Busch – Überblick von den Anfängen bis zur Gegenwart.

