Die Welt der grafischen Literatur und der satirischen Dichtkunst blickt gespannt nach Stadthagen und Wiedensahl. Die Schaumburger Landschaft hat offiziell den Hans-Huckebein-Preis 2026 ausgeschrieben. Als Förderpreis für humoristische und satirische Versdichtung sowie Bildkunst schließt er die Lücke zwischen traditioneller Zeichenkunst und moderner grafischer Erzählweise – ganz im Sinne seines Namensgebers, dem berühmten „Unglücksraben“ aus der Feder Wilhelm Buschs.
Ein Erbe, das verpflichtet: Wilhelm Busch und der Humor
Wilhelm Busch (1832–1908) gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Seine Fähigkeit, menschliche Schwächen in prägnanten Versen und dynamischen Zeichnungen zu entlarven, ist bis heute unerreicht. Während der große Wilhelm-Busch-Preis etablierte Künstler für ihr Lebenswerk ehrt, fokussiert sich der Hans-Huckebein-Preis auf die Förderung von Talenten, die das Erbe der humoristischen Literatur zeitgemäß interpretieren.
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und hat sich zu einer festen Instanz in der deutschsprachigen Literaturszene entwickelt. Er würdigt Arbeiten, die durch Sprachwitz, Beobachtungsgabe und künstlerische Originalität bestechen.
Die Details der Ausschreibung 2026
Teilnahmeberechtigt sind Autoren und Zeichner, die sich der satirischen Kunst verschrieben haben. Der Wettbewerb ist thematisch nicht streng gebunden, doch die Arbeiten müssen einen deutlichen Bezug zur humoristischen Tradition Buschs aufweisen – sei es durch gereimte Verse oder die Kombination von Text und Bild.
-
Preissumme: Insgesamt 2.500 Euro (aufgeteilt auf bis zu drei Preisträger).
-
Einreichungsfrist: Beiträge können bis zum 31. August 2025 eingereicht werden.
-
Verleihung: Die feierliche Preisverleihung findet im Frühjahr 2026 in der Geburtsregion Wilhelm Buschs, dem Schaumburger Land, statt.
Bedeutung für die grafische Literatur
In einer Zeit, in der Graphic Novels und Web-Comics zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz gewinnen, dient der Hans-Huckebein-Preis als Brücke. Er erinnert daran, dass die Wurzeln der sequenziellen Kunst tief in der niedersächsischen Provinz liegen und von dort aus die Welt eroberten. Preisträger der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Satire heute wichtiger denn je ist, um gesellschaftliche Missstände pointiert zu kommentieren.
Zusammenfassung
Der Hans-Huckebein-Preis 2026 bietet eine einzigartige Plattform für kreative Köpfe, die Wort und Bild meisterhaft zu verbinden wissen. Mit der aktuellen Ausschreibung setzt die Schaumburger Landschaft ein starkes Zeichen für die Förderung der satirischen Kultur und bewahrt das geistige Erbe Wilhelm Buschs für kommende Generationen.