Eine Auswahl der bekanntesten und meistzitierten Aphorismen und Sprüche von Wilhelm Busch – pointierte Beobachtungen über Menschen, Torheit, Klugheit und das Leben, wie sie vor allem in seinen späteren Werken wie „Schein und Sein“ und „Kritik des Herzens“ zu finden sind.
Über Torheit, Lüge und Selbstüberschätzung
- Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.
- Erwischtes Laster verzeiht eher als erwischte Dummheit.
- Ein jeder Narr tut, was er will.
- Der Beste muss mitunter lügen;
- Wer dir sagt, er hätte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn!
- Zuviel und zuwenig Vertrauen sind Nachbarskinder.
- Niemand holt sein Wort wieder ein.
Über Klugheit, Beobachten und Zurückhaltung
- Der Weise schweigt.
- Wer rudert, sieht den Grunde nicht.
- Wer zusieht, sieht mehr, als wer mitspielt.
- Wer hinter die Puppenbühne geht, sieht die Drähte.
- Zu große Hast macht ungeschickt.
- Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten.
- Sind doch die Damen geborene Philosophen
Über das Leben, wie es kommt
- Bemüh dich nur und sei hübsch froh, der Ärger kommt schon sowieso.
- Gehabte Schmerzen, die hab‘ ich gern.
- Wer Sorgen hat, hat auch Likör
- Rotwein ist für alte Knaben
- Vater werden ist nicht schwer
- Einszweidrei, im Sauseschritt
- Wer sich freut, wenn wer betrübt, macht sich meistens unbeliebt.
- Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!
- Kein altes Übel ist so groß, daß es nicht von einem neuen übertroffen werden könnte.
Über Kunst, Geist und Welt
- Musik wird oft nicht schön gefunden,
- Ein Buch ist ja keine Drehorgel, womit uns der Invalide unter dem Fenster unerbittlich die Ohren zermartert.
- Der Philosoph hat wie der Hausbesitzer immer Reparaturen.
- Lästige Gedanken sind wie zudringliche Stechmücken.
- Materie ist die Hartnäckigkeit der kleinsten Lebewesen.
- Jede Geburt ist Wiedergeburt.
- Man kann sein Geld nicht schlechter anlegen als in ungezogenen Kindern.
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