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	<title>Du hast nach Likör gesucht &#8226; Wilhelm Busch.de</title>
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	<title>Du hast nach Likör gesucht &#8226; Wilhelm Busch.de</title>
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		<title>Meyer&#8217;s Bitter &#8211; Der Likör, den Busch liebte</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 06:40:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="2560" height="1422" src="https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?fit=2560%2C1422&amp;ssl=1" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Meyers Bitter - Deutscher Alpenlikör" decoding="async" srcset="https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?resize=770%2C428&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?resize=768%2C427&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?resize=1536%2C853&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?resize=2048%2C1138&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2024/10/Meyers-Bitter-Deutscher-Alpenlikoer-Bearbeitet-Meyers-Bitter-Wilhelm-Busch-scaled.jpg?resize=16%2C9&amp;ssl=1 16w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><p>&#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; ist ein Kräuterlikör, der ab dem späten 19. Jahrhundert von der Familie Meyer  in Stadthagen hergestellt wurde. August Meyer war nicht nur ein Likörfabrikant, sondern auch ein leidenschaftlicher Sammler, Karikaturist und Gastgeber, der seine soziale und geschäftliche Welt um den Likörbau erweiterte. Der Kräuterlikör &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; wurde ein bedeutendes Element in seinem sozialen [&#8230;]</p>
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<h3>Historischer Kontext von &#8222;Meyers Bitter&#8220;</h3>
<ul>
<li><b>Herkunft</b>: Der Likör wurde in Meyers Haus und Geschäft in Stadthagen produziert, wo er im oberen Stockwerk auch ein kleines Privatmuseum einrichtete. Dieses Museum war bekannt als das &#8222;Antiken-Zimmer&#8220; und beherbergte neben historischen Objekten auch das sogenannte &#8222;Fremdenbuch&#8220;, in das sich Meyers Gäste eintragen durften.</li>
<li><b>Das &#8222;Fremdenbuch&#8220; und seine Bedeutung</b>: &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; war ein fester Bestandteil der Treffen, die Meyer mit seinen illustren Gästen veranstaltete. Gäste in seinem Privatmuseum wurden oft mit dem Likör bewirtet, und das &#8222;Fremdenbuch&#8220; diente als eine Art Gästebuch, in dem Besucher wie Wilhelm Busch sich verewigten.</li>
</ul>
<h3>Der Likör, den Wilhelm Busch liebte</h3>
<ul>
<li><b>Zitate und Bezug zu Wilhelm Busch</b>: Wilhelm Busch, der ebenfalls eine enge Beziehung zu August Meyer pflegte, erwähnte den Likör mehrfach in seinen Briefen. In einem Brief vom 10. März 1875 an seinen Freund Erich Bachmann schrieb Busch: &#8222;Der Bittre ist direkt von der Quelle genommen bei Gelegenheit eines Besuchs, den ich vorige Woche dem Verfaßer und Fabrikanten in Stadthagen abstattete&#8220;. Diese Aussage zeigt, dass &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; nicht nur ein Produkt, sondern auch ein Symbol für die Gastfreundschaft und die Freundschaft zwischen Meyer und Busch war.</li>
</ul>
<h3>Meyers Bitter als gesellschaftliches Symbol</h3>
<ul>
<li><b>Geselligkeit und Kultur</b>: August Meyer war nicht nur Likörfabrikant, sondern auch ein geselliger Gastgeber, der Künstler, Schriftsteller, Maler, Militärs und andere Persönlichkeiten seiner Zeit um sich scharte. Sein Likör &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; diente dabei häufig als Medium der Gastfreundschaft und als Begleiter für Diskussionen über Kunst, Literatur und das Zeitgeschehen. Die Treffen bei Meyer galten als Zentrum für kreativen Austausch und Freundschaft, an denen auch Frauen, wenn sie nicht emanzipiert waren, selten teilnahmen.</li>
</ul>
<ul>
<li><b>Tradition und Vermächtnis</b>: &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; war so fest mit dem sozialen und künstlerischen Leben von Stadthagen verbunden, dass es auch in der Ausstellung über August Meyer eine bedeutende Rolle spielte. Die Firma Schwarze und Schlichte, die historische Dokumente und Materialien für die Ausstellung bereitstellte, stellte unter anderem Originaletiketten, Medaillen und einen ganzen Schrank voll &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; zur Verfügung. Diese Exponate halfen dabei, das Erbe des Kräuterlikörs und seine Bedeutung in der Region zu würdigen.</li>
</ul>
<h3>Künstlerische und kulturelle Bedeutung</h3>
<ul>
<li><b>Satire und Karikatur</b>: Als Karikaturist und humorvoller Geist spiegelte sich <a href="https://www.wilhelm-busch.de/wilhelm-busch/personen/august-meyer-freund/">August Meyers</a> Persönlichkeit auch in der Herstellung und Präsentation von &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; wider. Er nutzte seine Kunst, um soziale und gesellschaftliche Themen satirisch darzustellen, und der Likör war oft Teil dieses Spiels. Die Verbindung von Humor, Kunst und Kräuterlikör schuf eine einmalige Atmosphäre, in der die Besucher nicht nur den Likör genossen, sondern auch intellektuelle und künstlerische Diskussionen führten.</li>
</ul>
<ul>
<li><b>Symbol für künstlerische und geistige Verwandtschaft</b>: Die Beziehungen zwischen Meyer und seinen Gästen, insbesondere Wilhelm Busch, basierten auf einer gemeinsamen Leidenschaft für Kunst und Satire. Der Genuss von &#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; war eine Art kulturelles Ritual, das diese Verbindung festigte. Ihre Treffen waren geprägt von einem Austausch über Kunst, Literatur und Humor, und der Likör wurde zum Symbol ihrer geistreichen Auseinandersetzungen.</li>
</ul>
<h3>Fazit</h3>
<p>&#8222;Meyer&#8217;s Bitter&#8220; war weit mehr als nur ein Getränk; es war ein Ausdruck von August Meyers Persönlichkeit, seinem Humor und seiner Liebe zur Gesellschaft. Der Likör spielte eine zentrale Rolle in seinem Leben und in seinem sozialen Kreis und diente als Brücke zwischen Kunst und Gesellschaft. Er repräsentierte nicht nur Meyers Handwerk als Likörfabrikant, sondern auch seinen Einfluss als Gastgeber und Förderer künstlerischer und intellektueller Netzwerke in Stadthagen und darüber hinaus.</p>
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		<title>Wer Sorgen hat, hat auch Likör</title>
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		<dc:creator><![CDATA[wilhelmbusch.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2015 10:51:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img width="2560" height="1422" src="https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?fit=2560%2C1422&amp;ssl=1" class="attachment-large size-large wp-post-image" alt="Die fromme Helene hat Sorgen und Likör" decoding="async" srcset="https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?resize=770%2C428&amp;ssl=1 770w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?resize=768%2C427&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?resize=1536%2C853&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?resize=2048%2C1138&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/Versuchung_und_Ende-scaled.jpg?resize=16%2C9&amp;ssl=1 16w" sizes="(max-width: 2560px) 100vw, 2560px" /><p>Das berühmte Zitat &#8222;Wer Sorgen hat, hat auch Likör&#8220; stammt aus Wilhelm Buschs Bildergeschichte &#8222;Die fromme Helene&#8220; aus dem Jahr 1872. Der vollständige Vers lautet: &#8222;Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör. Doch wer zufrieden und vergnügt, sieht zu, daß er auch welchen kriegt.&#8220; Diese Zeilen bilden den Auftakt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wilhelm-busch.de/zitat/es-ist-ein-brauch-von-alters-her/">Wer Sorgen hat, hat auch Likör</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wilhelm-busch.de">Wilhelm Busch.de</a>.</p>
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<p><strong>&#8222;Es ist ein Brauch von Alters her:</strong><br />
<strong>Wer Sorgen hat, hat auch Likör.</strong><br />
<strong>Doch wer zufrieden und vergnügt,</strong><br />
<strong>sieht zu, daß er auch welchen kriegt.&#8220;</strong></p>
<p>Diese Zeilen bilden den Auftakt zum vorletzten Kapitel der Geschichte, das den Titel &#8222;Versuchung mit Ende&#8220; trägt. Wilhelm Busch (1832-1908) war ein bekannter deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller.</p>
<h2>Bedeutung und Verwendung</h2>
<p>Das Zitat wird oft verwendet, um in humorvoller Weise auf Alkoholkonsum anzuspielen, insbesondere wenn dieser als Reaktion auf Probleme oder Sorgen erfolgt. Es bringt pointiert zum Ausdruck, dass Menschen dazu neigen, in schwierigen Situationen Trost im Alkohol zu suchen.</p>
<p>Interessanterweise fügt Busch hinzu, dass auch zufriedene Menschen nach Alkohol streben, was die Ironie der menschlichen Natur unterstreicht. Dies zeigt, dass der Konsum von Alkohol nicht nur mit negativen Gefühlen verbunden ist, sondern auch als Mittel zur Feier oder Verstärkung positiver Stimmungen dienen kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wilhelm-busch.de/zitat/es-ist-ein-brauch-von-alters-her/">Wer Sorgen hat, hat auch Likör</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wilhelm-busch.de">Wilhelm Busch.de</a>.</p>
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		<title>Abschnitt 25</title>
		<link>https://www.wilhelm-busch.de/werke/geschichten/schmetterling/abschnitt-25/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[wilhelmbusch.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2015 08:50:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Vielleicht heißt er so!&#8220; meinte das Bäuerlein. &#8222;Jedenfalls hat ihn eine Natter gebissen, draußen im Wald, und jetzt muß er zum Doktor, und damit gut!&#8220; &#8222;Er ist ja tot!&#8220; rief ich. &#8222;Eben drum! Und um so besser für ihn, und damit gut!&#8220; erwiderte der Wagenlenker. Er nahm sein munteres Lied wieder auf, aber diesmal ohne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wilhelm-busch.de/werke/geschichten/schmetterling/abschnitt-25/">Abschnitt 25</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wilhelm-busch.de">Wilhelm Busch.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Vielleicht heißt er so!&#8220; meinte das Bäuerlein. &#8222;Jedenfalls hat ihn eine Natter gebissen, draußen im Wald, und jetzt muß er zum Doktor, und damit gut!&#8220; &#8222;Er ist ja tot!&#8220; rief ich. &#8222;Eben drum! Und um so besser für ihn, und damit gut!&#8220; erwiderte der Wagenlenker. Er nahm sein munteres Lied wieder auf, aber diesmal ohne Worte, bloß vermittels seines mündlichen Flötenspiels, worin er, wie sich zeigte, eine bedeutende Fertigkeit hatte. Ich, inzwischen, saß etwas unruhig. Ein gewisses eisiges Mißbehagen, in der Richtung von unten her, lief mir den Rücken hinauf bis unter den Hut, so daß ich froh war, kann ich wohl sagen, als wir endlich, so etwa um elf, vor der Behausung des Doktors hielten. Nicht ohne ängstliche Vorurteile begab ich mich langsam humpelnd in das Empfangszimmer. Doktor Schnorz war schon in Tätigkeit. Er sah übrigens gar nicht so grausam aus, wie ich mir vorher gedacht hatte. Im Gegenteil. Seine frische Farbe, seine schwellenden Lippen, seine dicken, schalkhaften Augen, die aufgekrempelten Hemdärmel, die Arbeitsschürze über dem rundlichen Bäuchlein, das alles machte durchaus den Eindruck eines sauberen Metzgermeisters, den jedermann gern hat.</p>
<p>Grad war er dabei, einen Landmann auszuforschen, in dessen Zügen sich tiefe Besorgnis malte. &#8222;Wie alt ist denn Euere Frau?&#8220; &#8222;Na!&#8220; meinte der Bauer. &#8222;So fünfzig bis sechzig.&#8220; &#8222;Schlagt das alte Weib tot. Mit der ist nichts mehr zu machen. Adieu!&#8220; Als der Bauer, dessen Züge sich völlig erheitert hatten, an mir vorbeiging, hört’ ich ihn sagen: &#8222;Das ist noch ein Dokter! Wenn er einsieht, es hilft doch nichts, so erspart er einem die Kosten.&#8220; Jetzt kam eine dicke Madam an die Reih. &#8222;Ach, Herr Doktor!&#8220; fing sie zu klagen an. &#8222;Ich weiß nicht, ich bin immer so unruhig. Jede Stund in der Nacht hör’ ich den Wächter blasen, und ich fürcht’ mich so vor Mäusen und schlechten Menschen; das macht gewiß die Nervosität.&#8220; &#8222;Ein neumodisch Wort!&#8220; sprach der Doktor. &#8222;Sonst nannte man’s böses Gewissen. Ganz die Symptome. Halten Sie Ihre Zunge im Zaume, meine Gnädige. Seien Sie freundlich gegen Ihre Dienstboten. Viel Wasser! Wenig Likör! Gute Besserung, Madam!&#8220; Diese Dame, als sie hinaussegelte, schien mir von den heilsamen Ratschlägen des Doktors Schnorz durchaus nicht befriedigt zu sein.</p>
<p>Und jetzt kam ich. &#8222;Ah! rief Schnorz mit freudigem Erstaunen. &#8222;Seh ich recht? Erlaubt mal eben. Es ist bloß zur Probe.&#8220; Während er diese Äußerungen hinwarf, hatte er mir auch schon die große Zehe abgeschnitten und legte sie unter sein Vergrößerungsglas. &#8222;Hab’s gleich gedacht!&#8220; sprach er befriedigt. &#8222;Der richtige Höllenbrand. Kurzab! Ist das beste.&#8220; &#8222;Ist’s lebensgefährlich?&#8220; fragte ich ängstlich. &#8222;Warum das nicht?&#8220; erwiderte der Doktor. &#8222;Aber seid nur getrost; wenn’s schief geht, wird die Welt zur Not auch ohne Euch fertig werden. Da seht mich an. Heut wenn ich sterb’, ist morgen ein anderer da, und ich freu’ mich schon darauf, daß die Juden kein Geld kriegen.&#8220; Hiermit drückte er mich in einen behaglichen Lehnsessel, schnallte mich fest, ergriff ohne weiteres die Säge und ging eifrig ins Geschirr.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1005 size-medium" src="https://i0.wp.com/www.wilhelm-busch.de/wp-content/uploads/2015/11/B17.jpg?resize=300%2C113&#038;ssl=1" alt="B17" width="300" height="113" /></p>
<p>Bei jedem Schnitt, den er tat, stieß er ein kurzes, ächzendes Ha! aus. Erst ging es gnatsch! gnatsch ! dann ging es ratz ! ratzl Zuletzt ging es bump! Da! mein Fuß war mich losgeworden. Auch fernerhin verlief die Sach sehr rasch und günstig, so daß der gute Doktor, der mir inzwischen zwei schöne Krücken hatte anfertigen lassen, schon nach vierzehn Tagen sich die Freude machen konnte, mich vor den Spiegel zu führen.<br />
Der, den ich darin erblickte, gefiel mir nicht. Kopf kahl, Nase rot, Hals krumm, Bart struppig; ein halber Frack, ein halbes Bein; surnmasummarum ein gräßlicher Mensch. Und das war ich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wilhelm-busch.de/werke/geschichten/schmetterling/abschnitt-25/">Abschnitt 25</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wilhelm-busch.de">Wilhelm Busch.de</a>.</p>
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