DAS BILD DES MANNS IN NACKTER JUGENDKRAFT,
So stolz in Ruhe und bewegt so edel,
Wohl ist's ein AnbIick, der Bewundrung schafft;
Drum Licht herbei! Und merke dirs, o Schädel!
Jedoch ein Weib, ein unverhülltes Weib
Da wird dir's doch ganz anders, alter Junge.
Bewundrung zieht sich durch den ganzen Leib
Und greift mit Wonneschreck an Herz und Lunge.
Und plötzIich jagt das losgelassne Blut
Durch alle Gassen, wie die Feuerreiter.
Der ganze Kerl ist eine helle Glut;
Er sieht nichts mehr und tappt nur noch so weiter.
ER WAR EIN GRUNDGESCHEITER MANN,
Sehr weise und hocherfahren;
Er trug ein graumeliertes Haar,
Dieweil er schon ziemIich bei Jahren.
Er war ein abgesagter Feind
Des Lachens und des Scherzens
Und war doch der größte Narr am Hof
Der Königin seines Herzens.
HOCH VEREHR ICH OHNE FRAGE
Dieses gute Frauenzimmer.
Seit dem segensreichen Tage,
Da ich sie zuerst erbIickt,
Hat mich immer hoch entzückt Ihre rosenfrische Jugend,
Ihre Sittsamkeit und Tugend
Und die herrIichen Talente.
Aber dennoch denk ich immer,
Daß es auch nicht schaden könnte,
Wäre sie ein bisseI schIimmer.