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Kritik des Herzens 10

ICH MEINE DOCH, SO SPRACH ER MAL,
Die Welt ist recht pläsierlich.
Das dumme Geschwätz von Schmerz und Qual
Erscheint mir ganz ungebührlich.

Mit reinem, kindIichem Gemüt
Genieß ich, was mir beschieden,
Und durch mein ganzes Wesen zieht
Ein himmlischer Seelenfrieden. -

Kaum hat er diesen Spruch getan,
Aujau! so schreit er klägIich.
Der alte hohle Backenzahn
Wird wieder mal unerträgIich.

FERNE BERGE SEH ICH GLÜHEN !
Unruhvoller Wandersinn !
Morgen will ich weiterziehen,
Weiß der Teufel, wohin !

Ja, ich will mich nur bereiten,
Will- was hält mich nur zurück?
Nichts wie dumme Kleinigkeiten !
Zum Exempel, dein BIick !

ICH WUSSTE, SIE IST IN DER KÜCHEN,
Ich bin ihr leise nachgeschlichen.
Ich wollt ihr ew'ge Treue schwören
Und fragen: Willst du mir gehören ?
Auf einmal aber stutzte ich.
Sie kramte zwischen dem Gewürze ;
Dann schneuzte sie und putzte sich
Die Nase mit der Schürze.

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