Wilhelm-Busch.de Gedichte Kritik des Herzens
Startseite
Über Wilhelm Busch
Gedichte
Kritik des Herzens
Kritik des Herzens 2
Kritik des Herzens 3
Kritik des Herzens 4
Kritik des Herzens 5
Kritik des Herzens 6
Kritik des Herzens 7
Kritik des Herzens 8
Kritik des Herzens 9
Kritik des Herzens 10
Kritik des Herzens 11
Kritik des Herzens 12
Kritik des Herzens 13
Kritik des Herzens 14
Kritik des Herzens 15
Kritik des Herzens 16
Kritik des Herzens 17
Kritik des Herzens 18
Kritik des Herzens 19
Kritik des Herzens 20
Kritik des Herzens 21
Kritik des Herzens 22
Kritik des Herzens 23
Kritik des Herzens 24
Kritik des Herzens 25
Kritik des Herzens 26
Kritik des Herzens 27
Kritik des Herzens 28
Kritik des Herzens 29
Kritik des Herzens 30
Kritik des Herzens 31
Kritik des Herzens 32
Kritik des Herzens 33
Kritik des Herzens 34
Kritik des Herzens 35
Kritik des Herzens 36
Ausgewählte Gedichte Reime und Sprüche
Die Freunde
Pst
Pfannkuchen und Salat
Geschichten
Wilhelm Busch Museum
Impressum
 
   
Kritik des Herzens 32

WÄRST DU WIRKLICH SO EIN RECHTER
Und wahrhaftiger Asket,
So ein Welt- und Kostverächter,
Der bis an die Wurzel geht,

Dem des Goldes freundIich BIinken,
Dem die Liebe eine Last,
Der das Essen und das Trinken,
Der des Ruhmes Kränze haßt -

Das Gekratze und Gejucke,
Aller Jammer hörte auf ;
Kracks! Mit einem einz' gen Rucke
Hemmtest du den Weltenlauf .

NUN, DA DIE FRÜHLINGSBLUMEN WIEDER BLÜHEN,
In milder Luft die weißen Wolken ziehen,
Denk ich mit Wehmut deiner Lieb und Güte,
Du süßes Mädchen, das so früh verblühte.
Du liebtest nicht der Feste Lärm und Gaffen,
Erwähltest dir daheim ein stilles Schaffen,
Die Sorge und Geduld, das Dienen, Geben,
Ein innigIiches Nurfürandreleben.
So teiltest du in deines Vaters Haus
Den Himmelsfrieden deiner Seele aus.
Bald aber kamen schwere, schwere Zeiten.
Wir mußten dir die Lagerstatt bereiten;
Wir sahn, wie deine lieben Wangen bleichten,
Sahn deiner Augen wundersames Leuchten;
Wir weinten in der Stille, denn wir wußten,
Daß wir nun bald auf ewig scheiden mußten.
Du klagtest nicht. Voll Milde und Erbarmen
Gedachtest du der bittern Not der Armen,
Gabst ihnen deine ganze kleine Habe
Und seufztest tief, daß so gering die Gabe.
Es war die letzte Nacht und nah das Ende;
Wir küßten dir die zarten weißen Hände;

>> druckfreundliche Ansicht

© 2010 Wilhelm Busch.de